Interview

Interview mit einem Mediziner

Wajahat Waraich Sahib

assalamu alaikum wa rahmatullahi wa barakatuhu Wajahat Waraich Sahib, Wann haben Sie die Entscheidung getroffen Medizin zu studieren und den Beruf des Arztes nachzugehen? Und Wie kam es dazu?

In der 10. Klasse hatte ich großes Interesse an dem Fach Biologie. Ich fand es einfach faszinierend wie der menschliche Körper funktioniert. Von der Zelle bis zum fertigen Organismus wie perfekt Allah Ta’ala alles erschaffen hat. Und mit dem wenigen Wissen was wir haben können wir mit teils einfachen Mitteln das Leid der kranken Menschen lindern. Alhamdulillah. Auf diese Art und Weise der Menschheit zu dienen war alsdann mein Bestreben und Wunsch.

Als Sie dann das Medizin Studium aufgenommen haben, war alles so, wie Sie es sich vorgestellt hatten?

Am Anfang war es anstrengender als ich gedacht hatte. Es war relativ viel Stoff für viel zu wenig Zeit. Das kennt ja jeder der studiert. Daran hatte man sich jedoch im Laufe des Studiums gewöhnt. Besonders schön fand ich am Anfang des Studiums das Fach Anatomie. Eine besondere Erkenntnis teilte ein Professor mal mit mir. Er sagte, dass umso mehr man sich mit dem menschlichen Organismus beschäftigt umso schwieriger ist es zu behaupten, dass ohne göttliche Kraft alles geplant und erschaffen wurde. Wie wahr alhamdulillah.

Wie bewältigt man ein Medizinstudium?

Für uns als Ahmadi Student ist es erst recht in den Prüfungsphasen (meistens mit kurzen Nächten) wichtig auf unsere Gebete zu achten und eine starke Bindung zum Khilafat zu haben. Nur durch die Bindung zu Allah und die Gebete unseres geliebten Khalifen war es mir möglich mein Studium erfolgreich abzuschließen. Oft hatte ich Situationen wo Allah mich zur richtigen Antwort geleitet hat. Alhamdulillah konnte ich durch die Gnade Allahs mein Studium überdurchschnittlich abschließen und erhielt auch einen Preis von Hudhur-e AnwarABA.

Was ist die größte Lektion, die Sie während dem Studium gelernt haben?

Meine größte Lektion begann bereits vor dem Studium. Viel beten und auf Allah und seinen Khalifen vertrauen. Mein Abi reichte nicht für einen Studienplatz. Ich betete und schrieb immer wieder mit der Bitte um Dua unserem geliebten KhalifenABA. Trotzdem erhielt ich zunächst nur Absagen. Auch im nächsten Semester(Sommer 2009) hagelte es nur Absagen, bis ich im April, das Semester hatte ich schon begonnen, erneut einen Brief erhielt. In diesem Brief wurde mir mitgeteilt, dass ich einen Teilstudienplatz in Mainz erhalten habe. Alhamdulillah.

Wo sind Sie als Arzt tätig und welche Aufgaben haben Sie?

Momentan mache ich durch die Rechtleitung unseres geliebten Imams meinen Facharzt für Kardiologie in der Helios Klinik in Helmstedt (Niedersachsen). Ich bin als Assistenzarzt im 4. Jahr angestellt. Ich habe die Ehre unter Chefarzt PD Dr. Obaida Rana, einem sehr demütigen und liebenswerten Bruder,  im Bereich Elektrophysiologie Herzschrittmacher-Operationen sowie Diagnostik und Therapien für Herzrhythmusstörungen zu lernen.

Sie hatten bereits die Ehre einige Male Waqf-e-Arzi zu machen. Können Sie uns hierzu mehr erzählen?

Nach meinem Studium hatte ich mir fest vorgenommen jedes Jahr mindestens einmal Waqf-e-Arzi in Pakistan und einmal in Afrika zu machen. Durch die Gnade Allahs konnte ich dies bis jetzt die letzten 3 Jahre durchführen. Ich war in Pakistan mehrfach für Wqaf-e-Arzi im Tahir Heart Institute. Ein unglaubliches Krankenhaus mit einer unvergleichlichen Atmosphäre. Dr. Nuri Sahib ist eine Legende. Man kann so viel von diesem Mann lernen. Jeder der Medizin studiert sollte mind. einmal nach Rabwah.
Die Reisen nach Afrika waren auch sehr gesegnete Reisen. Es war für mich jedes Mal auch eine spirituelle Reise. Trotz der anstrengenden Tage waren alle bemüht auch täglich Tahajjud zu verrichten und sich auch spirituell weiter zu entwickeln. Die besonderen Gebete von Hudhur-e AnwarABA spürte jeder von uns. Auch war es eine besondere Ehre die meisten meiner Reisen mit Chairman Sahib gemeinsam zu begehen. Eine sehr herzliche und einzigartige Persönlichkeit. Ich habe sehr viel von Ihm gelernt. Jazakallah!
 
Die Liebe die man vor Ort von den Murrabian und der Jamaat empfängt ist auch sehr herzlich. Kurzum wenn man einmal dabei war möchte man jedes Jahr dabei sein und der Menschheit auf diesem Wege dienen.

Welchen Rat möchten Sie unseren Waqifin-e-Nau Lesern mit auf dem Weg geben?

  1. Die höchste Priorität für uns sollte es sein eine Bindung zu Allah aufzubauen und diese stetig zu stärken. Eine starke Bindung zu Khilafat kann uns den Weg dahin erleichtern. Also sollten wir an Allah und seinen Khalifen festhalten.
  2. Als Student und auch später im Beruf sollte es stets unser Bestreben sein der Jamaat zu dienen. Auch wenn wir meinen wir haben nicht so viel Zeit. Dies bringt so viele Segnungen mit sich.
  3. Bieten Sie sich an für Waqf-e-Arzi. Sie werden selbst davon viel profitieren. Sie können sich jederzeit bei Humanity First (info@humanityfirst.de) melden oder bei der Jamaat Shoba Waqf-e-Arzi.  
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